Radschnellweg Halle-Leipzig

Mit dem Radschnellweg Halle-Leipzig soll eine Verbindung zwischen den Stadtzentren von Halle und Leipzig entstehen, auf der Radfahrende zügig, sicher und bequem vorankommen.

Trassenführung des Radschnellwegs Halle-Leipzig.
Trassenführung des Radschnellwegs Halle-Leipzig. Vorzugsvariante des ADFC (blau), Alternativen (orange). Quelle: ADFC Leipzig (https://www.adfc-leipzig.de/rsleipzighalle)

Die ADFC-Landesverbände Sachsen-Anhalt und Sachsen, der Regionalverband Halle (Saale) sowie die Ortsgruppe Leipzig befürworten, den Radschnellweg Halle-Leipzig auf direktem Weg über Schkeuditz entlang der S-Bahnlinie S3 zu gestalten (siehe Karte). Neben der Verbindung der Städte Halle, Schkeuditz und Leipzig bindet der Radschnellweg die Gewerbegebiete Halle Messe, im Kabelsketal (Zwintschöna, Gröbers, Schwoitsch, Großkugel), das Logistikdrehkreuz am Flughafen Halle/Leipzig sowie das leipziger Güterverkehrszentrum an. Die direkte Führung entlang der S-Bahnlinie S3 erweitert die Nutzungsmöglichkeiten des Radschnellwegs in Kombination mit der S-Bahn (Bike&Ride) und fördert den Umweltverbund.

Stand der Planungen

Im November 2019 wurde eine von der Metropolregion Mitteldeutschland beauftragte Machbarkeitsstudie vorgestellt. Laut dieser Studie bestehen im Korridor zwischen Halle und Leipzig in fast allen Abschnitten Potentiale für eine Radschnellverbindung. Dieses positive Signal sollte Anlass sein, nun zügig mit Planung und Bau des Radschnellwegs zu beginnen. Planung und Bau des Radschnellwegs liegen in der Verantwortung der jeweiligen Kommunen. Ein wichtiger nächster Schritt ist es, die Finanzierung des Projekts sicherzustellen. Fördermittel können beim Bund und zumindest beim Freistaat Sachsen beantragt werden.

Hintergrund Radschnellwege

Ziele des Radschnellwegebaus

„Ziel ist es, insbesondere in urbanen Räumen und Metropolregionen einen Umstieg von Pendlerverkehren vom Kfz auf das Fahrrad zu erreichen und hierdurch sowohl die Luftreinhaltung und den Klimaschutz zu unterstützen, als auch Staus im Verkehrssystem zu vermeiden und den Verkehrsablauf insgesamt zu verflüssigen.“ (VV-Radschnellwege, Präambel)

Merkmale eines Radschnellwegs

Radschnellwege dienen der leistungsstarken und schnellen Abwicklung größerer Radverkehrsmengen. Sie bieten:

  • eine möglichst direkte Verbindung von wichtigen Zielbereichen (z.B. zweier Stadtzentren oder Stadt und Umland)
  • schnelles Vorankommen mit einer durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von über 20 km/h. Das wird gewährleistet durch:
    • eine möglichst kreuzungsarme Führung.
    • falls Kreuzungen notwendig sind, geringe Wartezeiten für Radfahrende.
    • eine hohe Belagsqualität und Winterdienst.
  • eine größzügige Breite von 4 m (Zweirichtungsradweg) bzw. 3 m (Einrichtungsradweg), sodass auch Nebeneinanderfahrende gefahrlos überholt werden können.

Weiterführende Links/Referenzen

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